
Die Baumschutzhotline des BN verzeichnete auch 2025 eine anhaltend hohe Nachfrage. Zu einer Vielzahl von Fragestellungen rund um den Baumbestand im Siedlungsbereich erhielten Ratsuchende kompetente und praxisnahe Unterstützung. Das Feedback der Anrufer*innen fiel außerordentlich positiv aus.
Ein besonderer Schwerpunkt lag auf der digitalen Facharbeit. Ein gemeinsam mit dem Baumsachverständigen Erk Brudi durchgeführter Online-Workshop bot eine hocheffiziente Plattform zur Wissensvermittlung, zum fachlichen Austausch und zur interdisziplinären Vernetzung. Durch das digitale Format entfielen zeit- und ressourcenintensive Reisewege komplett. Dieses niederschwellige Angebot wurde von rund 100 Teilnehmenden aus Verwaltung, Planung und Naturschutz aktiv in Anspruch genommen.
Neben der digitalen Arbeit erwies sich die Präsenz vor Ort als entscheidender Erfolgsfaktor. Im Rahmen von gezielten Ortsterminen wurden konkrete Problemfälle direkt mit den lokal Zuständigen besichtigt. Gemeinsam gelang es, maßgeschneiderte Lösungsmöglichkeiten sowie langfristige Strategien zur Rettung gefährdeter Bäume zu entwickeln. Diese fundierte Facharbeit zeigte auch auf politischer Ebene Wirkung: In konstruktiven Gesprächen konnten mehrere Gemeinderäte nachhaltig von der Notwendigkeit und dem Nutzen lokaler Baumschutzverordnungen überzeugt werden. Das Projekt leistet somit weiterhin einen unverzichtbaren Beitrag zum Erhalt des innerstädtischen Naturerbes.
Busch, C. (2025): Fortführung der Baumschutzhotline - Wertvolle Altbäume im Siedlungsbereich. Unveröffentlichtes Gutachten im Auftrag des Bund Naturschutz, Nürnberg. 8 Seiten
BUND Naturschutz in Bayern e. V.
Landesfachgeschäftsstelle
Bauernfeindstr. 23, 90471 Nürnberg
Tel.: 0911 / 81878-0
Email: lfg[at]bund-naturschutz.de