
Im zweiten Jahr des Greifvogelmonitorings wurden mittels fester Beobachtungspunkte in ausgewählten TK-25-Quadranten neue Untersuchungsflächen insbesondere im südlichen Landkreis entlang der Fränkischen Linie untersucht. 50 Großvogelreviere ließen sich insgesamt an der Fränkischen Linie (im Quadrant 5734_3) nachweisen. Die Hotspots der Vielfalt sind in diesem Gebiet insbesondere die Offenlandbereiche mit ihrer vergleichsweisen diversifizierten Struktur von Äckern, Grünland, Weiden und Heckenlandschaften in Verbund mit der Vielzahl eingestreuter, kleinerer Wälder.
Die ökologisch recht flexiblen Arten Mäusebussard, Turmfalke, Rotmilan, Sperber und Habicht besiedeln den gesamten Quadranten. Schwarzstorch, Kolkrabe, Wespenbussard, Baumfalke, Rohrweihe und Schwarzmilan zeigen eine deutlichere Habitatpräferenz für einen Bereich, der ihren Lebensraumansprüchen besonders gut entspricht. Ein Vergleich zur Erfassung im Sonnefelder Hügelland (2025) zeigt, dass die generellen Prozentzahlen der vorgefundenen Arten trotz unterschiedlicher Voraussetzungen vergleichbar sind. In den beiden klimatisch milderen Gegenden sind zehn bzw. neun Greifvogelarten vorzufinden, im höheren Frankenwald (Erfassung 2024) sind es sechs bzw. sieben, wenn man hier den Artnachweis des sicher in der Umgebung vorkommenden Wanderfalken mitrechnet, der auch in Coburg mit 1% eine sehr seltene Art ist.
Maslo, A. (2025): Greifvogelmonitoring im Landkreis Kronach - Weiterführung einer konsekutiven Erfassung der Greifvogelbestände. Unveröffentlichtes Gutachten im Auftrag des BUND Naturschutz Kreisgruppe Kronach. 101 Seiten
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